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Die Top 10 der nervigsten Spezies im Golfbiotop

am 19.07.2017 von Alvaro

Top 10 der nervigsten Golfer


Der mitspielende „Netto-Geier“

Dieser Typus wirkt schon beim ersten Abschlag verkrampft wie ein dringender Stuhlgang. Er kann es kaum abwarten, sich seine zwei Strichlein pro Loch zu notieren. Nach dem obligatorischen „schönes Spiel“ verschwindet er im mentalen Netto-Tunnel und ab dann bemisst sich seine Laune ausschließlich an den erzielten Punkten. Spielt er gut, gerät er in eine nahezu euphorische Ausgelassenheit, andersherum werden abends wohl noch Frau und Kinder vermöbelt.  Übrigens die einzige Spezies Golfer, die gerne ums Puffern spielt.  Sozusagen der HSV des Golfsports...


Der rumgurkende Vierer-Partner

Den hat bestimmt schon jeder erlebt. Man selbst merkt schon auf der Range, dass es der Tag der Tage wird, und auch auf den ersten Löchern trifft man Ball um Ball und legt selbst Holz 3-Geschosse vom Fairway mit dem zweiten Schlag (Par 5) auf das Grün. Die Reihenfolge der eigenen Schläge:

„Tour-Kontakt, Tour-Kontakt, Traum-Pitch, Hammer-Putt, Tour-Kontakt, Sensations-Pitch, Traum-Putt“.

Und der rumgurkende Chapman-Partner?

„Hack, Hack, Hack, Oh Mist, Oh Nein, Hack, Ach Tschuldigung, Oh Nein, Hack.“

Zum Verzweifeln. Den äußerst seltenen „Tag der Tage“ einfach mal wieder aus dem Fenster gekippt... 


Der heimliche Präsident

Jeder kennt ihn, jeder schätzt ihn. Denkt er. Der Hang zum Kaninchenzüchter lässt ihn fest daran glauben. Die Schwelle zur nächsten Wahl ist hoch, aber irgendwann muss es im Leben doch mal mit Anerkennung klappen. Im Berufsleben meist nicht über den Dienstgrad eines Verwaltungsfachangestellten hinaus gekommen, spinnt er im Hintergrund des Clublebens sein Netz aus listigen Terrassen-Fehden, die so ziemlich jeden erwischen, der während einer seiner acht abendlichen Pils dort vorbeikommt.  Psychologisch: Narzisstische Homöostase


Der Pro

Der Pro nervt eigentlich immer. Aufgrund zweier Dinge:

1.)  Trifft er jeden verschissenen Ball bei seinen Vorführungen. Immer. Jederzeit. Auch frisch geweckt nachts um halb drei. Und in Badelatschen. Einhändig und mitten in einer Unterhaltung. Zum Kotzen.

2.)  Sehen alle Golfklamotten die er trägt, immer aus wie bei einem Tour-Pro. Wenn man sich selbst diese pinken Shirts und lässigen Hosen kauft, sieht man aus, als wenn man einen Altkleider-Transport überfallen hätte.


• Der ewig jugendliche Weltstar


Auf dem Parkplatz wird er schon beim Aussteigen von Gästen angesprochen, wo denn genau die Driving-Range sei. Er sieht als Einziger aus wie der Pro. Nur er alleine kann diese Pro-Klamotten auch tragen. Problematisch wird es nur bei der Identifikation mit dem realen Alter. Neuestes Equipment, Mützen-Mode und Krokoleder-Schuhe, täuschen nicht über graue Schläfen hinweg.  Auch nicht, wenn man mit der durchschnittlich 18-jährigen Herren-Mannschaft um 03 Uhr morgens lässig die Rechnung übernimmt. Abonniert die Golf Punk um weiterhin dazu zu gehören. Der nostalgisch moderne „Woodstocker“ unter den Ü50-Golfern... 


• Der Greenkeeper


Um eines vorweg zu nehmen: Ihr seid die wichtigsten Personen auf der Anlage. Ohne Diskussion! Und Ihr seid mit großer Sicherheit allesamt großartige Menschen! Aber Ihr nervt. Immer und überall. Im Arbeitsvertrag eines Greenkeepers steht sicherlich unter „sonstige Klauseln“, dass er bitte acht Stunden am Tag zu nerven hat... Ein Greenkeeper taucht immer dann auf, wenn es top läuft, oder eben gar nicht. Also auf jeder Runde. Immer dann, wenn man gerade im Rhythmus ist, sorgt er für ausreichend Wartezeit und Knattergeräusche. Und immer dann wenn man einen Ball gepflegt wegtoppt, steht er brav mit abgeschaltetem Motor zwei Meter entfernt und fragt sich, weshalb die Leute sich das antun. Ein Berufsstand mit voyeuristischer Ader.


• Alle die, die vor einem starten

Kennen Sie das auch? Ich hasse die Leute die vor mir starten schon auf dem Weg zu Tee 1. Eigentlich sogar schon bei der Anfahrt zum Parkplatz. Als rhythmusgebundener Schnellspieler, ist es mir vollkommen egal wer da vor mir spielt - es sind pauschal alles „Hackerschnecken“. Am schlimmsten ist es dann noch, wenn man an Tee 1 (nebst Smalltalk) zum Warten verdammt ist. Und dann quälend lange beobachten darf, wie die Damen und Herren des Vorflights jeweils mit sechs Schlägen den ersten Hügel in 250 Metern Entfernung überwunden haben. Zum Gähnen schön...


• Sponsorenturniere aus Sicht des Sponsors

Ich frage mich oft, weshalb es überhaupt noch so viele Sponsorenturniere gibt?! Ich bin immer wieder erstaunt darüber, was sich die Sponsoren von solch einem Tag versprechen. Es werden immerhin (mit Personaleinsatz, Platzmiete und Preisen) einige Tausender  investiert. Bei Gesprächen hinter verschlossenen Türen erfährt man dann, dass es alles murks ist, aber man doch was „machen müsse“. Und Golf sei eben eine tolle Zielgruppe. Doch ist dem wirklich so? Wenn man Pros, Schläger- und Reiseindustrie genau zuhört, dann könnten die Golfhosen auch mit zugenähten Taschen ausgeliefert werden – keiner würde es merken. Am schönsten sind die Momente vor und nach dem Turnier: Bei Anreise ist der Golfer im „gibt es Frühstück umsonst-Modus“ (alternativ - als Netto-Geier - auf der Range), und nach Abschluss des Turniers ist der Golfer entweder hackevoll am Tresen oder auf dem Weg zum Kind- und Frau vermöbeln (als erfolgloser Netto-Geier).  Arme Sponsoren...


• Der Anschluss-Sucher
 

Steht meist stundenlang auf dem Übungsgrün und beobachtet die Umgebung im Rundum-Vogelblick. Würde sich am liebsten auf Höhe des Clubhauses einen Hochsitz aufbauen lassen, damit er die Übersicht behält wer alles wann und wo auf dem Gelände ist. Der Anschluss-Sucher verfügt über ein mäßig zufriedenstellendes Privatleben und schaut im Golf-Biotop nach passenden Alternativen. Männlein und Weiblein sind gleichermaßen willkommen und werden auch gnadenlos vollgequatscht. Ein täglicher Besuch im  Club dauert nicht unter zwei Stunden Redezeit. Golferisch befindet sich diese Spezies häufig im theoretischen Besserwisser-Modus. Handicap meist zwischen 11 und 22. 


• Business-Kasper

Will jedem etwas aus seinem Berufsleben verkaufen. Seine pathologisch gestörte Work-Life-Balance geht sogar so weit, dass er vor lauter Aufregung bei Verkaufsgesprächen mit Abschlagstafeln gesichtet wurde. Sein Firmenname prangt zumeist auf selbigen... Sucht Lösungen bei Mitgliedern, und nicht selten besteht sein weltweiter Kundenstamm aus 850 Club-Mitgliedern. Die Königsdisziplin ist dann eine Geschäftsstelle für € 3,50 Monatsmiete auf dem Golfplatz einzurichten. Diese Spezies ist häufig unter Versicherungsfachwirten und Physio-Therapeuten anzutreffen. Das Gegenteil sind übrigens die armen Ärzte, die bei Aufnahmeanträgen schon Ihren mühsam erlernten Titel weglassen, um nicht nach spätestens zwei Löchern gefragt zu werden, ob man einen Tipp gegen den Golfer-Ellenbogen parat hätte.

 

Blogger-Hinweis: Eigene Beobachtungsgabe macht schlau! Dieser Text ist urheberrechtlich geschützt und auch Passagen-Klau ist mehr als mangelnde Netiquette.
Wie auch damals bei dem häufig kopierten Top 10 der nervigsten Golfer-Typen...

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